Am Vormittag des 8. Oktober trafen sich die ersten 4 Mitglieder der SJ LG Sachsen in Bautzen mit dem frischgebackenen neuen Vorsitzenden. Dieser hatte eigens für die Fahrt nach Bad Bevensen einen VW Bus organisiert, um die Kosten für die ca. 1000 km Wochenendfahrt in Grenzen zu halten.
Wir hatten uns vorgenommen, nicht ohne einen kurzen Besuch beim Schlesiertreffen im Nieskyer Bürgerhaus nach Bad Bevensen aufzubrechen. Als wir aus Bautzen eintrafen, war im Vorraum des Bürgerhauses das Schlesierlied zu hören. Nun wurden im vollbesetzten Saal noch schnell ein paar freie Sitze gefunden. Freudig stellten wir fest, dass auch Frau Dr. Rau und Herr Bunzel vor Ort waren, unsere Unterstützer des alljährlichen Marsches der Erinnerung.
Dem Motto der Veranstaltung „Hier herrscht nicht Prunk noch Eitelkeit, nur schlesische Gemütlichkeit“ wurde musikalisch Geltung verschafft durch die Markersdorfer Blasmusikanten, die vor vollem Saal für Stimmung sorgten. Einige Gespräche später und einer Spende unsererseits ging es weiter nach Görlitz, wo wir weitere Mitstreiter an Bord nahmen.
In Bad Bevensen angekommen wurde das Nachtlager in der dafür vom Veranstalter organisierten Jugendherberge bereitet. Nach eingenommenem Abendbrot und einer gemütlichen Runde zum Ausklang des anstrengenden
Anreisetages war man schnell müde und es ging zu Bett. Die Unterbringung in der Jugendherberge war ordentlich und völlig ausreichend. An dieser Stelle wollen wir uns nun bei Herrn Hoffmann recht herzlich bedanken, der uns die
Übernachtung kostenfrei zu Verfügung gestellt hatte.
Am nächsten Morgen ging es zum Veranstaltungsort. Der Saal war bis auf den letzten Platz gefüllt. Nach der Begrüßung wurde die feierliche Totenehrung vorgenommen. Danach wurden verdiente Mitarbeiter und Unterstützer der 20 Jahre FHwO.e.V. gewürdigt. Nach den Grußworten des Schirmherren Dr. Dr. h.c. Kuhlmann wurden Grußworte aus der ganzen Welt verlesen.
Das Programm war sehr gut gestaltet und hatte für jeden etwas zu bieten. So wurden z.B. gemeinsam die Lieder der Deutschen Ostgebiete gesungen. Auch wir stimmten kraftvoll ein.
Gastredner war nach der sehr interessanten Rede von Herrn Hoffmann zum Rückblick auf die 20 Jahre des Vereins Herr Dr. Ing. Paul Latussek.(Vorsitzender der Gemeinschaft Deutscher Vertriebene V./GdV). Dieser würdigte zu unserer Freude auch die Arbeit der Schlesischen
Jugend und beschwört die angereisten Teilnehmer nicht müde zu werden und weiter für den Erhalt der schlesischen Kultur gerade in Görlitz zu streiten. Dies ist uns selbstverständliche Verpflichtung.
Nun folgte die Mittagspause. Hierbei sei die vorzügliche Küche der Gastgeber gelobt.
Im Anschluss gab es ein Klavierkonzert mit der erst 11 Jahre alten Rebecca-Freja Krause. Sie hat toll gespielt und erhielt viel Zustimmung und Beifall. Für große Stimmung sorgte der Shantychor Soltau e.V. mit seinen Seemannsliedern.
Zum Abschluss wurde gemeinsam das Lied „Kein schöner Land in dieser
Zeit….“gesungen. Nach herzlicher Verabschiedung und einigen guten Gesprächen ging es nun auf den Heimweg. Für uns ging ein schönes Wochenende im Kreise der Kameraden zu Ende.
Wir haben gesehen, dass es auch in Lüneburg viele aufrechte Deutsche gibt und wir nehmen unsere weitere Arbeit mit gestärktem Rücken auf.