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		<title>Schlesiertreffen in Niesky und Jubiläumstagung der FHwO in Bad Bevensen</title>
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		<pubDate>Fri, 04 Nov 2011 21:31:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kurzberichte]]></category>

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		<description><![CDATA[Am Vormittag des 8. Oktober trafen sich die ersten 4 Mitglieder der SJ LG Sachsen in Bautzen mit dem frischgebackenen neuen Vorsitzenden. Dieser hatte eigens für die Fahrt nach Bad Bevensen einen VW Bus organisiert, um die Kosten für die ca. 1000 km Wochenendfahrt in Grenzen zu halten. Wir hatten uns vorgenommen, nicht ohne einen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p></p><p>Am Vormittag des 8. Oktober trafen sich die ersten 4 Mitglieder der SJ LG Sachsen in Bautzen mit dem frischgebackenen neuen Vorsitzenden. Dieser hatte eigens für die Fahrt nach Bad Bevensen einen VW Bus organisiert, um die Kosten für die ca. 1000 km Wochenendfahrt in Grenzen zu halten.<br />
<span id="more-89"></span><br />
Wir hatten uns vorgenommen, nicht ohne einen kurzen Besuch beim Schlesiertreffen im Nieskyer Bürgerhaus nach Bad Bevensen aufzubrechen. Als wir aus Bautzen eintrafen, war im Vorraum des Bürgerhauses das Schlesierlied zu hören. Nun wurden im vollbesetzten Saal noch schnell ein paar freie Sitze gefunden. Freudig stellten wir fest, dass auch Frau Dr. Rau und Herr Bunzel vor Ort waren, unsere Unterstützer des alljährlichen <a href="http://www.schlesische-jugend.org/25/07/2011/marsch-der-erinnerung-2011" title="Marsch der Erinnerung 2011">Marsches der Erinnerung</a>.</p>
<p>Dem Motto der Veranstaltung „Hier herrscht nicht Prunk noch Eitelkeit, nur schlesische Gemütlichkeit“ wurde musikalisch Geltung verschafft durch die Markersdorfer Blasmusikanten, die vor vollem Saal für Stimmung sorgten. Einige Gespräche später und einer Spende unsererseits ging es weiter nach Görlitz, wo wir weitere Mitstreiter an Bord nahmen.</p>
<p>In Bad Bevensen angekommen wurde das Nachtlager in der dafür vom Veranstalter organisierten Jugendherberge bereitet. Nach eingenommenem Abendbrot und einer gemütlichen Runde zum Ausklang des anstrengenden<br />
Anreisetages war man schnell müde und es ging zu Bett. Die Unterbringung in der Jugendherberge war ordentlich und völlig ausreichend. An dieser Stelle wollen wir uns nun bei Herrn Hoffmann recht herzlich bedanken, der uns die<br />
Übernachtung kostenfrei zu Verfügung gestellt hatte.</p>
<p>Am nächsten Morgen ging es zum Veranstaltungsort. Der Saal war bis auf den letzten Platz gefüllt. Nach der Begrüßung wurde die feierliche Totenehrung vorgenommen. Danach wurden verdiente Mitarbeiter und Unterstützer der 20 Jahre FHwO.e.V. gewürdigt. Nach den Grußworten des Schirmherren Dr. Dr. h.c. Kuhlmann wurden Grußworte aus der ganzen Welt verlesen.</p>
<p>Das Programm war sehr gut gestaltet und hatte für jeden etwas zu bieten. So wurden z.B. gemeinsam die Lieder der Deutschen Ostgebiete gesungen. Auch wir stimmten kraftvoll ein.</p>
<p>Gastredner war nach der sehr interessanten Rede von Herrn Hoffmann zum Rückblick auf die 20 Jahre des Vereins Herr Dr. Ing. Paul Latussek.(Vorsitzender der Gemeinschaft Deutscher Vertriebene V./GdV). Dieser würdigte zu unserer Freude auch die Arbeit der Schlesischen<br />
Jugend und beschwört die angereisten Teilnehmer nicht müde zu werden und weiter für den Erhalt der schlesischen Kultur gerade in Görlitz zu streiten. Dies ist uns selbstverständliche Verpflichtung.</p>
<p>Nun folgte die Mittagspause. Hierbei sei die vorzügliche Küche der Gastgeber gelobt.</p>
<p>Im Anschluss gab es ein Klavierkonzert mit der erst 11 Jahre alten Rebecca-Freja Krause. Sie hat toll gespielt und erhielt viel Zustimmung und Beifall. Für große Stimmung sorgte der Shantychor Soltau e.V. mit seinen Seemannsliedern.</p>
<p>Zum Abschluss wurde gemeinsam das Lied „Kein schöner Land in dieser<br />
Zeit&#8230;.“gesungen. Nach herzlicher Verabschiedung und einigen guten Gesprächen ging es nun auf den Heimweg. Für uns ging ein schönes Wochenende im Kreise der Kameraden zu Ende.</p>
<p>Wir haben gesehen, dass es auch in Lüneburg viele aufrechte Deutsche gibt und wir nehmen unsere weitere Arbeit mit gestärktem Rücken auf.</p>
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		<title>Beim Erntedankfest</title>
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		<pubDate>Fri, 04 Nov 2011 20:06:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kurzberichte]]></category>
		<category><![CDATA[berlin erntedank fest veranstaltung]]></category>

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		<description><![CDATA[Vormittags am 15.10.2011 hatten sich 5 Mitglieder der schlesischen Jugend Sachsen aufgemacht, um der netten Einladung von Herrn W. Liebehenschel zum Erntedank nach Berlin Schöneberg zu folgen. Wir reisten per Zug von Zittau über Görlitz nach Berlin. Vorzeitig am Ziel ließen wir uns in der Ur-berliner Gaststätte „Dürerstuben“ (seit 1965 im Erstbesitz der Fam. Maier) [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p></p><p>Vormittags am 15.10.2011 hatten sich 5 Mitglieder der schlesischen Jugend Sachsen aufgemacht, um der netten Einladung von Herrn W. Liebehenschel zum Erntedank nach Berlin Schöneberg zu folgen.<br />
<span id="more-80"></span><br />
Wir reisten per Zug von Zittau über Görlitz nach Berlin. Vorzeitig am Ziel ließen wir uns in der Ur-berliner Gaststätte „Dürerstuben“ (seit 1965 im Erstbesitz der Fam. Maier) das Mittag schmecken. Merken: Dürerplatz 2 in<br />
Friedenau &#8211; vorzügliche Küche und nette Bedienung &#8211; so sollte Berlin überall sein.</p>
<p>Frisch gestärkt ging es nun durch sehr „multikulturelle“ und „integrierte“ Straßenzüge zum Veranstaltungsort dem Rathaus. Der Schlesiersaal machte seinem Namen alle Ehre und war eine Augenweide. Das Programm war sehr vielfältig angelegt über Folklorische Tänze, Lieder aus der Heimat, gemeinsames Singen und Grußworten bis hin zur Ökumenischen Andacht war alles geboten.</p>
<p>Die Höhepunkte des Programms stellten für uns der feierliche Einzug der Erntekrone und deren Übergabe sowie für unsere Görlitzer das Görlitzer Mundartgedicht von Herrn Liebehenschel dar.</p>
<p>Unmut bei den anwesenden Schlesiern und uns erregte die sinnarme und in der Länge völlig überzogene Rede von Frau Dr. Wüst, ihres Zeichens Bundeskulturreferentin. </p>
<p>In der Pause ergaben sich viele interessante Gespräche und wir konnten auch unsere Handzettel und Visitenkarten unters Volk bringen. Wir hatten nicht mit so viel Teilnehmern gerechnet und daher war unser Material viel zu schnell vergriffen.</p>
<p>Leider konnten wir nicht ganz bis zum Schluss bleiben, da wir unsere letzte<br />
Bahn noch erwischen mussten. Auf der Heimfahrt ließen wir den Tag noch einmal an uns vorbeiziehen und diskutierten rege über weitere Teilnahmen, Aktionen und dergleichen.</p>
<p>Wieder war ein schöner Tag im Kreise der Kameraden viel zu schnell vorbei und<br />
wir freuen uns schon aufs nächste Mal.</p>
<p>Deshalb:<br />
„Schlesien &#8211; Glück auf“</p>
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		<title>Nachzügler</title>
		<link>http://www.schlesische-jugend.org/23/08/2011/nachzugler</link>
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		<pubDate>Tue, 23 Aug 2011 21:27:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>LG</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Erfreulicherweise hat der dritte Marsch der Erinnerung nun auch einiges in Blätterwald und Weltnetzdickicht hinterlassen, möglicherweise sogar in amtlichen Unterlagen. In der berühmt-berüchtigten Netzpostille Altermedia hat ein Nichtmitglied und Teilnehmer des Marsches sein eigenes Erleben dargestellt, was sein gutes Recht ist. Die dort vorrangig politische Färbung liegt bei diesem Thema sicher auf der Hand. Gedacht [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p></p><p>Erfreulicherweise hat der <a title="Marsch der Erinnerung 2011" href="http://www.schlesische-jugend.org/25/07/2011/marsch-der-erinnerung-2011">dritte Marsch der Erinnerung</a> nun auch einiges in Blätterwald und Weltnetzdickicht hinterlassen, möglicherweise sogar in amtlichen Unterlagen.</p>
<p>In der berühmt-berüchtigten Netzpostille Altermedia hat ein Nichtmitglied und Teilnehmer des Marsches <a href="http://altermedia-deutschland.info/2011/08/18/allgemein/abt-nachgetragenes-aktionsbericht-uber-die-nationale-gedachtnisblitz-aktion-fur-polnische-zeitgenossen-in-kleinschonau-vom-2-juli-18-08-11/" target="_blank">sein eigenes Erleben dargestellt</a>, was sein gutes Recht ist. Die dort vorrangig politische Färbung liegt bei diesem Thema sicher auf der Hand. Gedacht aber ist dieser Marsch auch und vor allem als Mittel darstellender Kunst, obwohl derzeit sicher von geringer Qualität. Sogar Laiendarsteller aus den angrenzenden Ländern waren eingeladen worden. <span id="more-61"></span></p>
<p>Unfreiwillig hat diese Funktion nun <a href="http://www.sz-online.de/nachrichten/mobil.asp?action=ShowArticle&amp;nar_id=2839117&amp;kdhash=">Arzt Ryszard Perliński</a> übernommen. Offenbar leidet dieser an den Folgen der Indoktrination im kommunistischen Polen besonders, so daß <a href="http://www.faktuell.de/lokalnachrichten/1125-zittauer-kunstauktion-hilft-sieniawka.html">seine lauten Klagen</a> die Stadt Zittau direkt oder indirekt zu einer amüsant späten <a href="http://www.sz-online.de/Nachrichten/Zittau/?etag=24.08.2011" target="_blank">Anzeige gegen unsere freie Kunstaktion</a> anstachelten.</p>
<p>Zu seinen <a href="http://www.faktuell.de/lokalnachrichten/1125-zittauer-kunstauktion-hilft-sieniawka.html" target="_blank">Kümmernissen</a>: Schrecken ist der unmittelbar empfundene Einbruch der Wahrheit. Tiefsinnige Sätze mit unterschwelligem Bedauern wie „Es wird immer Leute geben, die anders denken als wir. So ist eben das Leben.&#8221; kann man einem Arzt einer Nervenheilanstalt, der mit seinen Patienten leidet oder Neukunden braucht, vielleicht noch nachsehen. Doch wären wir Narren, gewährtet ihr Narrenfreiheit. Sind wir es nicht, habt ihr nur Angst vor der Gedankenfreiheit.</p>
<p>Daß <a href="http://www.faktuell.de/lokalnachrichten/1125-zittauer-kunstauktion-hilft-sieniawka.html">die gütigen Deutschen aus der Hillerschen Villa</a> (kein Rechtschreibfehler darinnen!), die mit den Erträgen ihrer KunstAUktion eigentlich das darniederliegende  polnische Gesundheitssystem erblühen lassen wollten, nun betroffen den Monologen des lokalen Sorgenträgers lauschen mußten, bedauern wir hiermit aufrichtig. Diese Phrasen, die mit dem Wortteil &#8220;faschis&#8221; die Welt erklären wollen, kennen auch wir zur Genüge aus einem untergangenen Märchenland.</p>
<p>Wir leiden insbesondere mit den Lokalredakteuren der SZ. Diese darben bereits in den niedrigsten Positionen dieser Hierarchie, für den Aufstieg müssen sie polnische Ortsnamen aussprechen, für den &#8220;Abriß Ost&#8221; Schönsprech erfinden &#8211; und sich nun auch noch als Knechte eines Nachbarn verdingen, dessen örtliche Diebstahlserien die Zeitungsspalten geradezu blockieren.</p>
<p>Lediglich die Verwendung des Etiketts &#8220;Rechtsextreme&#8221; trifft uns, denn einer demokratischen Sitzordnung wollen wohl nur wenige von uns entsprechen. Um uns ist es weit schlechter bestellt: Wir nennen uns gern Deutsche.</p>
<p><a href="http://altermedia-deutschland.info/wp-content/uploads/2011/08/SZ-Kommentar.pdf" target="_blank">Anzüglichkeiten zu Journalistennamen</a> verkneifen wir uns hier natürlich, ebenso die Hinweise auf Rechtschreib- und Grammatikfehler oder wehrhaftes Demokratieverständnis. Denn auf  markige Sprüche wie &#8220;<a href="http://altermedia-deutschland.info/wp-content/uploads/2011/08/SZ-Kommentar.pdf" target="_blank">hier müßte die Justiz sofort und hart durchgreifen</a>&#8221; warten viele beklaute Oberlausitzer ja schon sehr lange &#8211; wenn auch aus anscheinend zu niedrigen Gründen. Und die Erkenntnis, daß die tabulose BRD  noch 66jährige Tabuthemen kennt und diese der &#8220;Aufarbeitung&#8221; bedürfen, könnte bekannteren Kommentatoren Schlips und Kragen kosten. Herr Mielke, kommen Sie doch einfach vorbei und wir klären uns gegenseitig ein wenig auf.</p>
<p>Für <a href="http://altermedia-deutschland.info/2011/08/18/allgemein/abt-nachgetragenes-aktionsbericht-uber-die-nationale-gedachtnisblitz-aktion-fur-polnische-zeitgenossen-in-kleinschonau-vom-2-juli-18-08-11/#comments">sachliche Kritik</a> am Marsch danken wir. Geographie und Geschichte sind uns bekannt, die Oberlausitzer Jugend darf uns gern vertreten im nächsten Jahr.  Tatkräftige Mithilfe und kluge Einfälle sind immer willkommen.</p>
<p>Wir suchen schlicht mit dem auszukommen, was wir selbst haben. Wir wissen um die Mängel und um den Hauptmangel überhaupt: Nur zu ahnen, was andere erlitten. Es sind jedoch diese geringen Taten, bei denen sich zeigt, wer einer gemeinsamen Idee mit Leib und Seele wirklich anhängt. Nichts sonst zählt mehr in diesem &#8230; .</p>
<p>_______________________</p>
<p>Die Verwirrung unserer Nachbarn kann hier (evtl. mit Hilfe eines Onlineübersetzers) nachempfunden werden:<br />
<a href="http://lgp.org.pl/?p=703">http://lgp.org.pl/?p=703</a></p>
<p>PS zu diesem Verweis: Gleichartige Initiativen von einzelnen Polen und auch Vereinen, deutsche Geschichte auf ihre Weise zu erforschen und zu bewahren (wobei die Faszination für die 12 Jahre überall hindurchschimmert), möchten wir hiermit gebührend würdigen. Dank zahlreicher eigener Erlebnisse wissen wir, welch erleuchtende und befreiende Wirkung solch Tätigkeit haben kann.</p>
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		<title>Mitgliederversammlung</title>
		<link>http://www.schlesische-jugend.org/12/08/2011/mitgliederversammlung</link>
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		<pubDate>Fri, 12 Aug 2011 05:22:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Voraussichtlich zum 01. Oktober wird die mehr oder weniger ordentliche Mitgliederversammlung der SJ Landesgruppe Sachsen einberufen werden. Interessenten können sich um Teilnahme bewerben. Die Einladungen werden Ende des Monats versandt. Einige Tagesordnungspunkte stehen bereits fest: sofern der Verein fortbestehen soll, ist ein neuer Vorstand zu wählen. Es liegen zwei Änderungsanträge zur Satzung vor. Und natürlich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p></p><p>Voraussichtlich zum 01. Oktober wird die mehr oder weniger ordentliche Mitgliederversammlung der SJ Landesgruppe Sachsen einberufen werden. </p>
<p>Interessenten können sich um Teilnahme bewerben. Die Einladungen werden Ende des Monats versandt. Einige Tagesordnungspunkte stehen bereits fest: sofern der Verein fortbestehen soll, ist ein neuer Vorstand zu wählen. Es liegen zwei Änderungsanträge zur Satzung vor. Und natürlich gibt es viel zu berichten und zu diskutieren. Schlesien, Glück auf!</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Marsch der Erinnerung 2011</title>
		<link>http://www.schlesische-jugend.org/25/07/2011/marsch-der-erinnerung-2011</link>
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		<pubDate>Mon, 25 Jul 2011 16:22:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Es ist Sonnabend, der 2. Juli. Am 22. Juni vor 66 Jahren traf es über Nacht Zehntausende im Streifen östlich der Neiße &#8211; raus aus der Heimat und fort ins Nirgendwo. Unerzählte Geschichten &#8211; Tabus, die es zu hinterfragen gilt. Mehr als vierzig umfaßt unsere Laienspielgruppe heute. Auf eine Absicherung wollte keiner verzichten. Denn Treffpunkt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p></p><p>Es ist Sonnabend, der 2. Juli. Am 22. Juni vor 66 Jahren traf es über Nacht Zehntausende im Streifen östlich der Neiße &#8211; raus aus der Heimat und fort ins Nirgendwo. Unerzählte Geschichten &#8211; Tabus, die es zu hinterfragen gilt.</p>
<p>Mehr als vierzig umfaßt unsere Laienspielgruppe heute. Auf eine Absicherung wollte keiner verzichten. Denn Treffpunkt sind die Kasernenbauten der Zittwerke in Großporitsch &#8211; östlich der Neiße.</p>
<blockquote><p>Ein Bau mit vielen Geschichten, von denen gern nur eine erzählt wird. Gefangenenlager im Ersten Weltkrieg, danach Auffanglager für deutsche Kriegsheimkehrer und für die nach 1918 aus Posen und Oberschlesien Verjagten, nach Verfall in Weimar ab 1938 Neubau einer Kaserne, ab 1944 Lager für Ostarbeiter und KL-Häftlinge, die an der geheimen Herstellung von Strahltriebwerken beteiligt waren. Im Mai 1945 richten die Sowjets ein Kriegs- und Zivilgefangenenlager ein, das später von den Polen übernommen wird. Zittauer Bürger werden wahllos verhaftet und dorthin verschleppt. Viele der internierten Soldaten verschwinden später in den Kohlegruben Oberschlesiens und irgendwo in Polen zur Vernutzung zu Siegerzwecken. Um dieses Kapitel ist es heute besonders still. Deshalb sind wir hier.</p></blockquote>
<p>Die Verwunderung ist erheblich. Unser Dolmetscher hat einiges zu tun. Es gelingt ihm, an die Ehre einer jeden Nation zu appellieren und einige Polen von der Berechtigung unseres Tuns zu überzeugen, andere zumindest zu beruhigen. Daß das heutige Gebäude eine psychiatrische Klinik und Entzugsstation beherbergt, erhält für uns plötzlich einen eigenartigen Hintersinn.</p>
<p>Wir erinnern an die damals hier internierten Landsleute und die vielen ungeklärten Schicksale. Unser Kranz gilt den Opfern der Waffenstillstandszeit.</p>
<p>Der Elendszug setzt sich in Bewegung. Die meisten sind historisierend gekleidet. Die &#8220;ideale&#8221; Zusammensetzung mit vornehmlich Frauen, Kindern und Greisen weisen wir jedoch nicht auf.  Immerhin haben wir Leiter- und Kinderwagen dabei. Die weißen Armbinden mit dem N für Niemcy/Němec  fehlen ebenfalls nicht.</p>
<blockquote><p>Zur Geschichte der Wilden Vertreibung am 21. und 22. Juni 1945 siehe auch <a title="Marsch der Erinnerung 2010" href="http://www.schlesische-jugend.org/30/06/2010/marsch-der-erinnerung-2010">Marsch 2010</a></p></blockquote>
<p>Wir verteilen einigermaßen polnischsprachige Flugblätter mit freundlicher Erinnerung an die früheren Bewohner. Die Polizei trifft ein, beobachtet aber lediglich. Das Kleinschönauer Kriegerdenkmal, eines der wenigen leidlich erhaltenen in diesem Oberlausitzer Zipfel, ist Anlaß der nächsten Zwischenkundgebung.  Wir gedenken auch hier, denn dazu wurde es ja einst errichtet.</p>
<p>Der heiße Teil beginnt, der Polenmarkt.  Die Provokation gelingt. Die typischen Flüche klingen herüber, &#8220;Scheiß Deutsche&#8221;, &#8220;SS&#8221;, &#8220;Festnehmen&#8221;, &#8220;Militia!&#8221;. Doch wir sind viele, gehen geschlossen. An den häßlichen Buden vorbei erreichen wir die Neiße.</p>
<p>Der Weg nach Zittau ist lang, denn Zittau liegt nicht an der Neiße. Eine schmerzliche Teilung wie den anderen Neißestädten blieb der Stadt so erspart. Aber nicht das Schicksal des Absturzes in die Bedeutungslosigkeit in der letzten Ecke der BRD. Wie die Stadt vor 66 Jahren wegen der Flüchtlinge aus allen Nähten platzte, so leer steht sie heute.</p>
<p>Vor dem Zittauer Rathaus ist großer Markt. Ungewöhnlich lebendig ist die Stadt.  Das begünstigt die Erregung von Aufsehen. Wir &#8220;Habenichtse&#8221; verteilen Informationen und unterhalten uns viel. Und wem wir rätselhaft bleiben, der erhält Aufklärung von den Zeitzeugen, die nun zu uns gestoßen sind. Ihren Worten lauschen viele.</p>
<p>Langsam gehen wir Statisten auseinander. Wir denken sogleich daran, wie es wohl zu hundert sein wird in 2012.</p>

<a href='http://www.schlesische-jugend.org/25/07/2011/marsch-der-erinnerung-2011/vertr-6-1' title='Vertr. 6.1'><img width="150" height="150" src="http://www.schlesische-jugend.org/wp-content/uploads/2011/07/Vertr.-6.1-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="Vertr. 6.1" title="Vertr. 6.1" /></a>
<a href='http://www.schlesische-jugend.org/25/07/2011/marsch-der-erinnerung-2011/vertr-3' title='Vertr. 3'><img width="150" height="150" src="http://www.schlesische-jugend.org/wp-content/uploads/2011/07/Vertr.-3-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="Vertr. 3" title="Vertr. 3" /></a>
<a href='http://www.schlesische-jugend.org/25/07/2011/marsch-der-erinnerung-2011/vertr-7-1' title='Vertr. 7.1'><img width="150" height="150" src="http://www.schlesische-jugend.org/wp-content/uploads/2011/07/Vertr.-7.1-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="Vertr. 7.1" title="Vertr. 7.1" /></a>
<a href='http://www.schlesische-jugend.org/25/07/2011/marsch-der-erinnerung-2011/vertriebenen-gedenkmarsch-2011-002' title='Vertriebenen-Gedenkmarsch 2011 002'><img width="150" height="150" src="http://www.schlesische-jugend.org/wp-content/uploads/2011/07/Vertriebenen-Gedenkmarsch-2011-002-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="Vertriebenen-Gedenkmarsch 2011 002" title="Vertriebenen-Gedenkmarsch 2011 002" /></a>

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		<title>Provisorisches</title>
		<link>http://www.schlesische-jugend.org/12/06/2011/provisorisches</link>
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		<pubDate>Sun, 12 Jun 2011 11:45:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Für gewöhnlich berichten wir im Weltnetz nicht über innere Angelegenheiten des Vereins. Im Zuge einer erfreulichen Zunahme des Interesses an unserer Randgruppe sehen wir uns jedoch zu einigen Klarstellungen genötigt. - Am Ende der Woche vor dem 20. März 2011 stellen Mitglieder fest, daß unsere Netzpräsenz und die eMail-Konten nicht mehr funktionieren. Der Vorsitzende Sven [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p></p><p>Für gewöhnlich berichten wir im Weltnetz nicht über innere Angelegenheiten des Vereins. Im Zuge einer erfreulichen Zunahme des Interesses an unserer Randgruppe sehen wir uns jedoch zu einigen Klarstellungen genötigt.</p>
<p>- Am Ende der Woche vor dem 20. März 2011 stellen Mitglieder fest, daß unsere Netzpräsenz und die eMail-Konten nicht mehr funktionieren. Der Vorsitzende Sven S. ist nicht mehr erreichbar. Mit Schreiben vom 22. März erklärt er schriftlich seinen Rückzug vom Amt des Vorsitzenden und den Austritt aus dem Verein. Auf Rückfragen antwortet er nicht. Erst am 14. April erhalten wir anonym die Zugangsdaten für unsere Technik und weitere Unterlagen. Da die Netzdaten gelöscht sind, beginnen wir notdürftig von vorn.</p>
<p>- Wegen beruflicher Überlastung und zunehmender Belästigung durch Politjäger tritt auch der Stellvertreter des Vorsitzenden Thorsten S. zum 16.05.2011 von seinem Amt zurück. Kommissarisch wird der Verein derzeit von Marion K., Lutz G. und Frank B. geführt. </p>
<p>- Den phantasievoll in Szene gesetzten Anwürfen gegen die Bundesgruppe der Schlesischen Jugend erwidern wir kurz:<br />
1. Die SJ Landesgruppe Sachsen (bestehend seit 2006) ist bis zum Bundesgruppentag 2009 unabhängig und getrennt von der Bundesgruppe tätig gewesen. Die meisten der gemachten Anwürfe treffen die Falschen. Das eilfertige Einknicken der Landsmannschaft vor Gerüchten war mindestens voreilig und unter normalen Bedingungen einer MANNschaft unwürdig.<br />
2. Sogenannte Ostfahrten wurden unseres Wissen seit 2002 von unserem ehemaligen Mitglied Sven S. in privater Initiative organisiert. Ab 2007 nutzte er dafür auch die Räume, den Namen und die Technik der Schlesischen Jugend Sachsen, allerdings wurden weder Geldmittel noch offizielle Unterlagen eingesetzt.<br />
3. Den Interessen des Vereins entsprechen selbstverständlich Fahrten junger Deutscher in den Deutschen Osten. Über gesetzes- oder sittenwidriges Verhalten unserer Mitglieder liegen uns keine verläßlichen Informationen und auch keine diesbezüglichen Nachfragen oder Beschwerden vor.<br />
4. Wir bedauern den Verlust verdienstvoller Mitglieder, auch wenn deren Verdienste nun geschmälert erscheinen.<br />
5. Über die Zukunft des Vereins wird eine Mitgliederversammlung entscheiden.</p>
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		<title>Wieder da!</title>
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		<pubDate>Sat, 16 Apr 2011 21:36:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Nach den jüngsten Aufregungen um die Schlesische Jugend und den Verlust unserer bisherigen Netzpräsenz melden wir uns neu formiert zurück. Es gibt einiges zu berichten, zu erklären und anzukündigen. Bis demnächst hier!]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p></p><p>Nach den jüngsten Aufregungen um die Schlesische Jugend und den Verlust unserer bisherigen Netzpräsenz melden wir uns neu formiert zurück. Es gibt einiges zu berichten, zu erklären und anzukündigen. Bis demnächst hier!</p>
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		<title>Marsch der Erinnerung 2010</title>
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		<pubDate>Wed, 30 Jun 2010 19:01:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Geschichte, die nicht vergeht. Wir erinnern an unsere deutschen Landsleute, die hier im Dreiländereck wohnten und als Strafe für ihre Abstammung und einen verlorenen Krieg über eine willkürlich-absurde Grenze gejagt wurden. Wir rechnen nicht auf, was die einen im Krieg und die andern im sogenannten Frieden anrichteten. Wir nehmen für uns nur in Anspruch, so [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p></p><p>Geschichte, die nicht vergeht. Wir erinnern an unsere deutschen Landsleute, die hier im Dreiländereck wohnten und als Strafe für ihre Abstammung und einen verlorenen Krieg über eine willkürlich-absurde Grenze gejagt wurden. Wir rechnen nicht auf, was die einen im Krieg und die andern im sogenannten Frieden anrichteten. Wir nehmen für uns nur in Anspruch, so wie die Polen an ihrem im 18. Jahrhundert bereits verschwundenen Land festzuhalten: Noch ist Ostdeutschland nicht verloren!</p>
<p>Schlich vor einem Jahr noch ein Grüppchen von sechs Leuten über Feld und Wiese, so sind wir heute über zwanzig Leute. Vielen ist etwas mulmig zumute. Aber was ist das gegen die Gefühle der Deutschen vor genau 65 Jahren?</p>
<p>&#8211; Mai und Juni 1945: Die Deutschen in den Gebieten Böhmen, Mährens und rechts von Neiße und Oder trifft das von langer Hand vorbereitete Unheil. Bereits zu unerwünschten und unzuverlässigen Personen erklärt, werden sie zu Objekten von Aufgehetzten, Rachedurstigen, Räubern, Neidern oder gesetzlicher Willkür. </p>
<p>Das Abkommen von Potsdam, in dem die &#8220;humane&#8221; Umsiedlung (vergleichbar mit den gesetzlichen Normen eines Viehtransportes) beschlossen wird, ist noch Wochen entfernt. Es ist also die Zeit der günstigen Gelegenheiten, der weitgehenden Straflosigkeit für alle Verbrechen, solange sie sich gegen Deutsche richten. Insbesondere die Deutschen in Böhmen und Mähren sind einem maßlosen und unbegreiflichen Terror ausgesetzt. </p>
<p>Viele Transporte aus Böhmen laufen von Mai bis August 1945 Richtung Zittau, bis die Russen der Wilden Vertreibung in ihre Zone hinein ein Ende setzen. Meist gehen die Züge bis Grottau, von wo die Frauen, Alten und Kinder um die letzten Reste Gepäcks gebracht und dann zu Fuß &#8220;Heim ins Reich&#8221; getrieben werden. &#8211;</p>
<p>Hier beginnt unser Marsch. Wir versammeln uns am Grottauer Bahnhof. Unsere Gruppe erregt wie beabsichtigt Aufsehen: Die kleine Gedenkveranstaltung am Eingang wird nach wenigen Minuten von tschechischer Polizei mit Hinweis auf die Anmeldepflicht aufgelöst. Doch läßt man uns frei in Richtung Grenze ziehen. Schnell weg mit ihnen, werden sie wohl denken. Wie passend.</p>
<p>Wir hatten uns im Vorfeld um passende Kleidung und Ausrüstung bemüht, viele tragen Armbinden mit dem berüchtigten N, wir ziehen Holzwagen und schleppen riesige Koffer mit uns herum. Auch zwei Bewacher haben wir, mit roter Armbinde und Nachahmungen von Uniformen und Waffen. Nur die Zusammensetzung des Zuges ist nicht stimmig: keine Kinder, zu wenige Frauen, zu wenige Alte. </p>
<p>Wir gehen langsam, verteilen unsere höflichen Erinnerungskarten mit Ansichten der alten Stadt. Einwohner stutzen, debattieren untereinander, drehen sich häufig nach uns um. Außerhalb der Stadt verlesen wir Erlebnisberichte. Im frischen Wind, der über das Zittauer Gebirge in den Reichenauer Zipfel hineinweht, verharren wir lange schweigend. Dieser riesige Berg ungesühnter Waffenstillstandsverbrechen an unserem Volk gebietet es.</p>
<p>Das Wetter ist uns gnädig. Auf der Hauptstraße werden wir schnell von den Tanktouristen bemerkt, einige nicken oder hupen anerkennend, ein Radfahrer nennt uns Spinner. Auf der polnischen Seite hören wir die Buchstaben SS und SA heraus, während wir unsere Botschaften hinterlassen. </p>
<p>An der Fußgängerbrücke nach Großporitsch verweilen wir. </p>
<p>&#8211; Am 22. Juni 1945 besetzt die polnische Armee den Reichenauer Zipfel entsprechend ihres Planes zur Räumung des Grenzstreifens. Sie vertreibt die Bewohner im Handstreich und riegelt dann diese Brücke ab. Unglaubliche Szenen müssen sich hier abgespielt haben. </p>
<p>Auch die Opfer des russischen Kriegsgefangenenlagers auf dem Gelände der ehemaligen Zittwerke dürfen niemals vergessen werden. Die Schicksale vieler Soldaten, die im Herbst 1945 zu Kriegsgefangenen der Polen und zum Teil zur Zwangsarbeit nach Oberschlesien verschickt wurden, sind ungeklärt. &#8211;</p>
<p>Wir legen Blumen und ein kleines Gebinde nieder. </p>
<p>Weiter geht es in die Stadt Zittau. Was muß das damals für ein Weg gewesen sein: eben noch zuhaus, nun die Heimat unerreichbar im Rücken, vor den Augen ein ungewisses Schicksal in einem Notstandsgebiet.</p>
<p>&#8211; Die Region um Zittau ist von den Folgen der Vertreibungen besonders stark betroffen. 1948 stellt eine Untersuchung fest, daß ein Drittel der Einwohner Vertriebene sind, vor allem Sudetendeutsche, von denen viele &#8220;ständig in die Fenster ihrer früheren Wohnungen gucken&#8221; können, aber auch etwa 2000 Ungarndeutsche, die stolz und aufsässig ihre Trachten tragen. </p>
<p>Auch im Aufstandsjahr 1953 ist der Einfluß der Vertriebenen groß. Sie sind maßgeblich am erfolgreichsten Aufstand in Görlitz gegen den Stalinismus beteiligt und nutzen ihn, um auch an das Vertreibungsunrecht zu erinnern. Noch im Juli 1953 gehen Gerüchte über eine militärische Befreiungsbewegung in Schlesien um. &#8211;</p>
<p>Am Markt in Zittau, neugierig von den spärlichen Einheimischen und Touristen begutachtet, schildern Zeitzeugen ihre Erlebnisse und ihre Sicht der Dinge. Ein Schicksal nimmt alle mit: Geflohen, zurückgekehrt, wild vertrieben, zurückgekehrt, &#8220;legal&#8221; vertrieben. Wir kommen mit einigen Umstehenden ins Gespräch, verteilen unsere Flugblätter, gehen langsam auseinander. </p>
<p>Das schöne Zittau ist sehr still, 65 Jahre danach. Man könnte sagen, totenstill.</p>
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		<title>Aus Unrecht erwächst kein Recht</title>
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		<pubDate>Sun, 20 Jun 2010 22:47:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Görlitz – deutsch und ungeteilt. Eine kleine Gruppe Görlitzer Kameraden legt noch am Abend des Marsches der Erinnerung am Bahnhof Moys Blumen nieder. Auf der Görlitzer Altstadtbrücke befestigen sie Kranz, Transparent und Erinnerungstext. Sie wissen um das Ungeheuerliche: Sobald sie von der Brücke gehen, wird dies alles sehr schnell verschwinden. Die DDR verordnete Schweigen, die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p></p><p>Görlitz – deutsch und ungeteilt. Eine kleine Gruppe Görlitzer Kameraden legt noch am Abend des <a title="3D&quot;II." href="3D&quot;http://www.schlesische-jugend.org/?p=3D46&quot;" target="3D&quot;_self&quot;">Marsches der Erinnerung</a> am Bahnhof Moys Blumen nieder. Auf der Görlitzer Altstadtbrücke befestigen sie Kranz, Transparent und Erinnerungstext. Sie wissen um das Ungeheuerliche: Sobald sie von der Brücke gehen, wird dies alles sehr schnell verschwinden. <span id="more-12"></span> Die DDR verordnete Schweigen, die BRD die Versöhnung. Wer vom Recht und den unheilbaren Wunden spricht, ist hier nur ein Ewiggestriger. </p>
<p>- Der katholische Pfarrer Franz Scholz schreibt über den 21. und 22. Juni 1945: &#8220;Ist mit den katholischen Polen nun etwa ein dritter apokalyptischer Reiter angekommen? Die Bevölkerung wird vertrieben, aus den Häusern gejagt, umstellt, über die Brücke abgeschoben. Als ich früh, kurz nach 7 Uhr, vom Altar in die Sakristei komme, werde ich von vielen bleichen Gesichtern erwartet. &gt;Herr Pfarrer, helfen Sie uns, wir müssen in zehn Minuten die Wohnung verlassen.&lt; Auf der Götzendorfstraße und der Schenkendorffstraße ist alles in Aufruhr. Vor den Haustüren stehen Kommandos der polnischen Miliz, sie rufen die Bewohner, die erst vom Schlaf erwachen, notdürftig bekleidet auf die Straße, halten sie dort fest, gestatten nicht mehr, daß jemand in seine Wohnung zurückkehrt.&#8221; Und weiter: &#8220;Der Deutsche hat aufgehört, Rechtssubjekt zu sein. Seine Ehre, sein Leib und sein Leben und sein Eigentum stehen einem übermütigen Sieger gnadenlos zur Verfügung.&#8221;</p>
<p>In Görlitz ist das Flüchtlingselend unbeschreiblich. Von Osten die eben aus ihren Häusern Geworfenen, von Westen die Rückkehrer, die nicht an eine Grenze an der Lausitzer Neiße glauben können und heim wollen. Epidemien brechen aus, später sogar eine Hungersnot.</p>
<p>Etwa 250 000 Deutsche werden längs von Oder und Neiße bis Juli 1945 &#8220;wild&#8221; vertrieben, bis die russische Macht einschreitet und den Zustrom stoppt, zum Teil Deutsche wieder zurücktransportiert. So kommt es, daß manche dreimal ihre Heimat hinter sich lassen, denn 1946 werden die Deutschen offiziell und &#8220;human&#8221; umgesiedelt. -</p>
<p>Die Altstadtbrücke in ihrer ganzen modernen Häßlichkeit, ein reiner Zerstörungsbau, übertroffen vom absonderlichen Europabild auf dem alten Putz des Turmes der Dreiradenmühle – hier merkt man, daß nichts zusammenpaßt in dieser von Nachkrieg, Teilung, Ostregime und westlicher Musealisierung tief gezeichneten Stadt.</p>
<p>Görlitz nennt sich zusammen mit seinem östlichen Teil nun Europastadt. Die nächste Steigerung wäre Weltstadt. So bläst sich der Irrsinn auf, wenn deutsche Städte ihre deutschen Bewohner und ihre Identität verlieren. Ist für Polen Europa eine reine Nutzanwendung, so soll es für die Deutschen ihre neue Heimat sein, künftig eine Mischung aus “Region” und “Europa”.</p>
<p>Aber all das ist auf Sand gebaut. Das verstümmelte Herz Europas wird nicht mehr lange all diese antinationalen Ballons aufblasen können. Die alten Fragen kehren wieder, denn sie sind nicht wahrhaft beantwortet, sondern zugekleistert worden mit Freundschaftsbekundungen und Ermahnungen zur Toleranz.</p>
<p>Aus Unrecht wird kein Recht. Wir werden wieder daran erinnern.</p>
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		<title>Breslau 2010</title>
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		<pubDate>Thu, 06 May 2010 11:14:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Am 6.5.2010 jährte sich die Kapitulation der Festung Breslau zum 65. Mal. Sechs unserer Mitglieder waren an diesem Tag am Ort des Geschehens. An verschiedenen Punkten der Stadt Breslau, vor dem Sowjetfriedhof, der Jahrhunderthalle, dem Breslauer Dom, dem Rathaus und dem Gefechtsstand auf der Liebichshöhe gedachten wir den Ereignissen und verteilten unsere Texte in deutscher [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p></p><p>Am 6.5.2010 jährte sich die Kapitulation der Festung Breslau zum 65. Mal. Sechs unserer Mitglieder waren an diesem Tag am Ort des Geschehens. An verschiedenen Punkten der Stadt Breslau, vor dem Sowjetfriedhof, der Jahrhunderthalle, dem Breslauer Dom, dem Rathaus und dem Gefechtsstand auf der Liebichshöhe gedachten wir den Ereignissen und verteilten unsere Texte in deutscher und polnischer Sprache. </p>
<p>Deutsche Heimatwehtouristen freuten sich sichtlich, jemanden zu treffen, dem das Schicksal dieser einst herrlichen Stadt nicht gleichgültig ist. Die Wroclawer Stadtpolizei war interessiert, blieb aber auf Distanz. Ein Fernsehteam am Sowjetfriedhof wartete wohl auf die Darsteller der offiziellen Gegenveranstaltung und wirkte baff. Scheele Blicke und polnische Flüche waren erstaunlich selten &#8211; nun gut, die Geschichte der heutigen Bewohner beginnt auch erst lange nach dem 6. Mai. Aber auch sie wird erzählt werden.</p>
<p>Der naheliegende Deutsche Soldatenfriedhof in Groß-Nädlitz bei Breslau, für den Soldaten aus ganz Niederschlesien und Oppeln aus der ihnen nun feindlichen Umgebung geborgen wurden, empfing uns als erste Besucher seit Wochen. Nicht jede Stille ist würdige Totenruhe. </p>
<p>Wir taten das Mindeste: Zeigen, daß weder das schlesische Land noch unsere Toten vergessen sind. 
<a href='http://www.schlesische-jugend.org/06/05/2010/breslau-2010/br060510_5' title='Br060510_5'><img width="150" height="150" src="http://www.schlesische-jugend.org/wp-content/uploads/2010/05/Br060510_5-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="Br060510_5" title="Br060510_5" /></a>
<a href='http://www.schlesische-jugend.org/06/05/2010/breslau-2010/br060510_4' title='Br060510_4'><img width="150" height="150" src="http://www.schlesische-jugend.org/wp-content/uploads/2010/05/Br060510_4-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="Br060510_4" title="Br060510_4" /></a>
<a href='http://www.schlesische-jugend.org/06/05/2010/breslau-2010/br060510_3' title='Br060510_3'><img width="150" height="150" src="http://www.schlesische-jugend.org/wp-content/uploads/2010/05/Br060510_3-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="Br060510_3" title="Br060510_3" /></a>
<a href='http://www.schlesische-jugend.org/06/05/2010/breslau-2010/br060510_2' title='Br060510_2'><img width="150" height="150" src="http://www.schlesische-jugend.org/wp-content/uploads/2010/05/Br060510_2-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="Br060510_2" title="Br060510_2" /></a>
<a href='http://www.schlesische-jugend.org/06/05/2010/breslau-2010/br060510_1' title='Br060510_1'><img width="150" height="150" src="http://www.schlesische-jugend.org/wp-content/uploads/2010/05/Br060510_1-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="Br060510_1" title="Br060510_1" /></a>
</p>
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